Rüdiger Pracher
schrieb am 9. März 2026 um 12.43 Uhr
Sehr geehrte Frau Kriechbaumer,
leider habe ich erst jetzt vom tragischen Tod Ihres Gatten erfahren und möchte Ihnen und Ihrer Familie von ganzem Herzen - sehr verspätet, aber doch - mein Beileid und Mitgefühl ausdrücken. Ich hatte das große Glück, ihn als Lehrer in der Oberstufe und später noch als Professor im Geschichtsstudium - und in dieser ganzen Zeit als Wegbegleiter - haben zu dürfen. Es gibt nur wenige Menschen, die mich so stark geprägt und so tiefe Spuren in meinem Leben hinterlassen haben. Er eröffnete mir den Weg zur Gelehrsamkeit und vermittelte mir die Liebe zu den unvergänglichen humanistischen Idealen und Werten, die ich weiter in mir trage und nun meinen eigenen Schülerinnen und Schülern weiterzugeben mich bemühe. Für seine unglaubliche rhetorische Brillanz, seine spannende Art der Wissensvermittlung, seinen spitzfindigen Humor und seine menschliche Wärme bin und bleibe ich für immer dankbar.
Eigentlich war ich gerade im Begriff, einen Brief an ihn zu adressieren und wollte zur Sicherheit noch einmal seine genaue Postanschrift nachprüfen, da stach mir das angeführte Todesdatum im Wikipediaeintrag ins Auge und ins Herz. Robert Kriechbaumer war ein großartiger Mann, der von vielen Menschen geliebt und bewundert wurde. Auch mir wird er unvergessen bleiben. Möge er in Frieden ruhen.
Mit den allerbesten Grüßen,
MMag. Rüdiger Pracher