Thomas
schrieb am 21. Oktober 2026 um 19.30 Uhr
Liebe Trauerfamilie!
Aufrichtige Anteilnahme entbietet ein ehemaliger Judo-Schüler von Koni (so schrieb er das damals).
Wir durften ihn Koni nennen. Er stellte sich gleich wie ein "Primus inter Pares" vor. Wir benahmen uns auch entsprechend erwachsen. Wir waren stolz, die Tatamis (Matten) tragen und auflegen zu dürfen! Die Erwachsenengruppe trainierte nach uns und räumte weg.
Koni war einer unserer drei Sensei (Lehrer). In der Kindergruppe waren wir im Volksschulalter, einige auch schon etwas älter. Die japanischen Begriffe waren interessant, besonders wenn man noch keine Fremdsprache in der Schule hatte. Er erwähnte auch, daß er bei der AK arbeitet. Er erklärte uns die AK als Interessenvertretung ohne eine Gegnerschaft zu benennen. Er sei dort bei Problemen für uns erreichbar. In der Schule war Koedukation noch nicht selbstverständlich, im Sportunterricht bis heute nicht. Bei Koni trainierten Buben und Mädchen gemeinsam. In der Erwachsenengruppe gab es einen einarmigen Judoka. Bei Koni klappte das. Er brauchte dafür keine Beauftragten, die Subbeauftragte beauftragen. Es gab auch immer eine schöne Weihnachtsfeier in einem Gasthaus in Gnigl. Das hatte auch nicht jeder Sportverein. Ohne Eltern im Gasthaus, das war schon sehr erwachsen!
Vielen Dank für Deinen Anteil an nicht nur (m)einer glücklichen Kindheit der 1970er-Jahre und eine lebenslang prägende Zeit.
Das irdische Leben ist endlich.
Für die Hinterbliebenen kommt der Abschied normalerweise zu bald, für den Vorausgehenden ist der Moment wahrscheinlich richtig.
Ruhe in Frieden lieber Koni!
Sensei rei!