Lieber Sigi, mein lieber Freund!
Am 6. Oktober war wieder unser Stammtischtermin der Irrsdorfer Senioren. Wie jedes Mal ist dieser Termin auch dein Stammtischtermin. Ich habe mich umgeschaut, aber dich nirgends gesehen. Dass ich erst heute, am 29. Oktober, eher zufällig erfahren habe, dass du bereits im September verstorben bist, hat mich tief getroffen. Es war wie ein Schock. Ich konnte es zunächst kaum glauben.
Es war für mich immer so selbstverständlich, dass wir uns irgendwann wieder begegnen würden. Wenn wir uns getroffen haben, haben wir gerne über die vielen Jahre unserer Freundschaft gesprochen und uns an gemeinsame Zeiten erinnert. Ich habe mich jedes Mal gefreut, dich zu sehen – egal, ob es in unserer Jugendzeit war, später während unserer gemeinsamen Lehre bei Mercedes Pappas oder in den vergangenen Jahren bei unseren Treffen im Bräustübl.
In letzter Zeit hatte ich mir schon ein wenig Sorgen um dich gemacht, weil du manchmal nicht mehr ganz so fit ausgesehen hast. Doch wenn ich dich darauf angesprochen habe, hast du meine Bedenken mit deinem unverwechselbaren Lächeln und einer beiläufigen Handbewegung einfach weggewischt. Dieses Lächeln werde ich nicht vergessen.
Es ist schwer zu begreifen, dass wir uns nun nie mehr begegnen werden. Wenn ich in Zukunft ins Bräustübl komme, wird es nicht mehr so sein wie früher. Dein Platz wird leer bleiben, und mit dir fehlen ein Stück unserer gemeinsamen Geschichte, viele schöne Erinnerungen und die vertraute Freude, einen alten Freund wiederzusehen.
Lieber Sigi, danke für die vielen gemeinsamen Jahre, für unsere Freundschaft und für all die Erinnerungen, die mir bleiben.
Du bist gegangen, aber die Spuren, die du in meinem Leben hinterlassen hast, bleiben. Ich werde oft an dich denken und dich bei unseren Stammtischen sehr vermissen.
Mach’s gut, mein lieber Freund. Du fehlst mir!